Mittwoch, 13. Oktober 2010
















Ich frage mich manchmal, ob Schönheit ein Lebenszweck ist. Ob es manche Wesen nur gibt, sei es Mensch, Katze oder Vogel, um zu gefallen, um glücklich zu machen.
Vielleicht ist die einzige Aufgabe dieses so filigran gearbeiteten Federkleides andere zum Staunen zu bringen. Genau hinzusehen. Die verschiedenen Schichten dieser tausenden Federn zu ergründen, es nicht zu schaffen und sich dann einfach zu freuen, über das Kunstwerk, dass auf dem Kopf eines kleinen Vogels prangen kann. Vielleicht ist es mit uns Menschen ja nicht anders. Vielleicht mögen wir das Schöne, weil es uns glücklich macht. Wir neiden oft, schauen uns um, denken über das nach was andere haben, man selbst vielleicht nicht. Trotzdem glaube ich, dass es ohne Schönes in der Welt viel weniger Trost gäbe.
Ich finde es gut zu wissen, dass es Wesen gibt die Kunst auf ihrem Kopf tragen. Ich selbst fühle mich gut wie ich bin. Der Vogel macht mich glücklich.

Dienstag, 12. Oktober 2010
















Ich stand vor diesem Baum, nein eigentlich saß ich davor. Blickte ihn an und konnte nicht wegsehn, weil mich irgendetwas band, gar festhielt. Zehn Minuten vergingen, da sah ich plötzlich ein leicht schimmerndes Grün auf dem Baum. Etwas so eingehendes, so deutliches, und gleichzeitig so fremd gewesenes, dass ich es in voller Klarheit erst nicht wahrnehmen konnte.
Wie gebannt stand ich eine gefühlte Ewigkeit: starrend, grübelnd, fliegend, denkend und innerlich strahlend vor diesem Baum. Sah mir diese simple Weisheit an. Ich fragte mich wo der Frieden wohl hin laufen konnte? Was passiert wenn sich mit der Zeit etwas aus dem Kreis löst? Dass sich zwischen trügerischen Liebesbotschaften für die Ewigkeit das wirklich Wichtige verläuft?
Ich frage mich, welcher Frieden wohl gemeint sein könnte, ich habe meine Antwort...voller Freude über die simple Weisheit eines alten Baumes.

Montag, 11. Oktober 2010

















Man scheint schnell zu vergessen.
Schnell zu verlernen.
Man saß noch vor wenigen Tagen, vielleicht auch Monaten,
an einem Ort, blickte, und wurde sich bewusst, wie schön etwas ist, wie gut etwas ist.
Man freute sich über die Gestalt, versprach sich selbst öfter genau hinzusehen, doch tat man es nie. Man läuft vorbei an wundersamen Gestalten, großen Gemälden, atemberaubenden Landschaften und wundervollstem Kleingesindel ohne es zu sehen, ohne es wahrzunehmen ; eine Welt in der Welt die man beschreitet, die einem nur selten vor Augen erscheint.
So scheint es fast traurig, dass man diese Weltenwelt des Wunderbaren kaum erkennt.
Darum möchte ich sie wenigstens manchen Menschen ab und zu wieder zeigen. Damit sie nie ganz vergessen.